DE
Facebook Wissensdatenbank 3 Min. Lesezeit

Was ist die Facebook Anzeigenbibliothek?

Kurz gesagt

Die Facebook Anzeigenbibliothek ist eine kostenlose, öffentliche Datenbank, in der jeder alle aktiven Anzeigen auf Facebook und Instagram durchsuchen kann.

Die Facebook Anzeigenbibliothek ist ein kostenloses, öffentliches Tool von Meta, mit dem jeder jede aktuell laufende Anzeige auf Facebook, Instagram, Messenger und dem Audience Network von Meta suchen und ansehen kann, ganz ohne eigenes Konto.

Warum es die Anzeigenbibliothek gibt

Meta führte die Anzeigenbibliothek 2018 unter dem Druck ein, mehr Transparenz bei politischer Werbung und Wahleinmischung zu schaffen. Seitdem wurde sie auf alle Anzeigenkategorien ausgeweitet, nicht nur politische und gesellschaftliche Themen, sodass Forscher, Journalisten, Konkurrenten und normale Nutzer genau sehen können, was Werbetreibende zeigen, selbst wenn sie selbst nicht von dieser Anzeige angesprochen werden.

So durchsucht man die Anzeigenbibliothek

Die Nutzung erfordert kein Facebook-Konto und kein Login, was das Tool für die Konkurrenzanalyse besonders praktisch macht.

  1. Direkt zur Website der Meta Anzeigenbibliothek gehen.
  2. Ein Land und eine Anzeigenkategorie wählen, etwa “Alle Anzeigen” oder “Themen, Wahlen oder Politik”.
  3. Nach Werbetreibendem, Seitenname oder Stichwort suchen.
  4. Ergebnisse bei Bedarf nach Plattform, Zeitraum oder Medientyp filtern.

Welche Informationen sichtbar sind und welche nicht

Für politische und gesellschaftliche Anzeigen zeigt die Anzeigenbibliothek mehr Daten als für gewöhnliche kommerzielle Anzeigen, was viele Erstnutzer überrascht.

Datenpunkt Standardanzeigen Politische und gesellschaftliche Anzeigen
Anzeigenmaterial und Text Ja Ja
Welche Seite die Anzeige geschaltet hat Ja Ja
Startdatum und Status Ja Ja
Ausgegebener Betrag Nein Ja, als Spanne angezeigt
Erreichte Zielgruppe nach Alter und Geschlecht Nein Ja

Häufige Probleme bei der Nutzung

Einige Punkte sorgen bei der Konkurrenzanalyse immer wieder für Schwierigkeiten:

  • Eine reine Stichwortsuche übersieht Anzeigen, wenn man nicht auch den genauen Seitennamen kennt.
  • Ergebnisse sind auf aktuell aktive oder kürzlich aktive Anzeigen beschränkt; ältere, gestoppte Anzeigen außerhalb der politischen Kategorie verschwinden aus der Ansicht.
  • Die Länderauswahl ist entscheidend, denn eine in einem Land laufende Anzeige erscheint nicht bei der Suche in einem anderen Land.
  • Manche kleinen lokalen Unternehmen schalten so wenige Anzeigen, dass die Bibliothek nur sehr begrenzte Daten zeigt.

Wie man das Tool zu seinem Vorteil nutzt

Wer selbst Anzeigen schaltet, hat mit der Anzeigenbibliothek eine der schnellsten kostenlosen Möglichkeiten, Konkurrenten vor dem Start einer Kampagne zu recherchieren. Direkte Konkurrenten über den Seitennamen suchen, beobachten, welche Kreativformate immer wieder verwendet werden, denn eine lange laufende Anzeige funktioniert meist gut, und die eigenen Botschaften mit denen der Konkurrenz vergleichen, um Lücken zu finden. Bei politischen oder gesellschaftlichen Werbetreibenden lohnt sich zusätzlich ein Blick auf Ausgabenspanne und Reichweite, denn das kommt echten Leistungszahlen am nächsten, die Meta öffentlich macht.

Checkliste vor der Auswertung der Ergebnisse

Bevor ein Ergebnis als vollständiges Bild gilt, sollte man prüfen, ob der Länderfilter zum eigenen Zielmarkt passt, bedenken, dass Ausgaben- und Reichweitendaten nur für politische und gesellschaftliche Anzeigen gelten, und wissen, dass das Pausieren einer Anzeige sie aus der Ansicht entfernt, selbst wenn sie monatelang erfolgreich lief. Die Seite des Werbetreibenden direkt speichern, um die Anzeigenaktivität später erneut zu prüfen, denn Muster über mehrere Wochen sagen weit mehr aus als eine einzelne Momentaufnahme.